Die Familie Schwindt

Ein Ahnenforschungsblog

Suchanfrage LOSER und Lagerlisten

Verfasst von Annette Schwindt am 18. Juni 2009

Hier eine Suchanfrage von meinem Großcousin Friedrich Schwindt:

Meine Großmutter Christina SCHWINDT, Tochter von Katharina Elisabeth WILL und Johann SCHWINDT aus Feketitsch hatte mit ihrem Mann Peter MAYER zwei Söhne (Peter und Philipp) und später in Novi Vrbas mit Friedrich Loser weitere sechs Kinder. Auch Friedrich LOSER hatte drei Mädchen aus einer ersten Ehe. Bis auf die beiden Kleinkinder von Peter MAYER und Theresia SPANKUS (Frau von Peter Mayer jun.) sind meine Großmutter und alle Kinder nach Kriegsende in Deutschland eingetroffen. Anscheinend ist die Familie nach Kriegsende in ein Lager gekommen. Mich würde interessieren, in welchem Lager sie waren, wie lange und welche Erlebnisse sich bei anderen mit diesem Lager verbinden.

Leider wissen wir auch nichts über die erste Ehe von Friedrich LOSER, der bereits 1935 wohl nach einem Arbeitsunfall verstarb. Deshalb meine Fragen:

- Gibt es irgendwo Listen, die aufzeigen, welcher Siedler in welches Lager verbracht wurde?

- Hat jemand Informationen zur 1.Ehe von Friedrich LOSER, geb. 2.6.1878 in Binguli?

7 Antworten zu “Suchanfrage LOSER und Lagerlisten”

  1. Meinem Vater zufolge gibt es keine solchen Lagerlisten. Die Einwohner von Vrbas seien zunächst in ein eigens dort eingerichtetes Lager verbracht worden, wo es nachts häufig Erschießungen gegeben habe. Dem hätten dann aber die Russen ein Ende gesetzt. Auch Einwohner aus anderen Oren seien in diesem Lager gewesen. Später habe es dann Weitertransporte nach Jarek, Kruschewlje und Gakowo gegeben. Lediglich eine Liste der Verstorbenen sei im Heimatbuch Vrbas zu finden.

    Da ich dieses Buch aber nicht habe, kann ich darüber hinaus leider nicht weiterhelfen.

  2. Herbert sagte

    Hallo!
    Ich verstehe die Frage so, ob es Lagerlisten in D e u t s c h l a n d gab, die man einsehen kann.
    Ich wurde 1945 im Lager Alling bei Regensburg (Bayern) geboren und habe versucht an die dortigen Lagerlisten zu kommen.
    Im Lager gab es viele Donauschwaben, es war ein Durchzugslager, die Verweildauer war relativ kurz, ein Großteil der Insassen ist anschließend nach Baden-Württemberg gekommen.
    Eine Einsicht in die bei der Gemeinde lagernden Listen wurde mir nicht gestattet – unter dem Hinweis, daß dies der Datenschutz nicht zulässt.
    Ebenso sind die Heimatortkarteien (bei denen man evtl. auch den Aufenhaltsort nach 1945 sehen könnte), nicht öffentlich zugänglich.

    Es kann jedoch sein, daß in anderen Gemeinden/Bundesländern nicht so bürokratisch verfahren wird……

    Herzliche Grüße

    Herbert

    • Das müsste Fritz dann mal beantworten, welche Listen er nun genau meint. Ich hatte es so verstanden, dass es um die Zeit zwischen Vrbas und Deutschland ging.

      • Fritz Schwindt sagte

        Ja genau, mir geht es darum, zu erfahren, in welche Zwangsarbeiterlager in Jugoslawien meine Verwandten verbracht wurden und was Ihnen dort widerfahren ist, bevor sie nach Deutschland kamen.

  3. Von Brigitte Wolf aus Berlin (FB Sekitsch) erreichte mich folgender Literatur-Tipp:

    “Hinweise zu Original-Erlebnissen in Lagern kann man dem Büchlein “50 Jahre Vertreibung” von Philipp Sandles, vertrieben über die HOG Sekitsch-Feketitsch – und dort noch vorrätig – entnehmen.

    Das Buch beinhaltet Originalberichte ehemaliger Sekitscher und Feketitscher in den verschiedenen Lagern.

    Kosten so mir in Erinnerung etwa 5 €.”

  4. Fritz, Dir ist aber schon klar, dass es dabei nicht “nur” um Zwangsarbeit gegangen sein muss…

  5. Fritz Schwindt sagte

    Ja, natürlich….wir wisse ja sicher alle zumindest grob, was in diesen Lagern passiert ist…

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